Dezentrale Bundestagung „Vox, voice, voix, voz, voco – Experimente mit Stimme und Körper“

20. /21. November 2021

Dezentrale Tagung des Bundesverbandes Theaterpädagogik zum Thema „Stimme“

Der LTPH gestaltet die Veranstaltung in Frankfurt bzw. Offenbach am Main, u.a. mit Workshops zu Stimme und Körper, Lautgedichte, Audiodramen und Zweitspracherwerb.

Tagungsprogramm

Samstag, 20.11.2021

AmkA – Amt für multikulturelle Angelegenheiten Stadt Frankfurt am Main
Mainzer Landstraße 293, 60326 Frankfurt am Main

10:00 Check-in

10:30 – 13:30 Block 1: Workshop 1 / Workshop 2

13:30 – 14:30 Mittagspause

14:30 Live-Schaltung zu den Anderen Tagungsstandorten

15:00 – 18:00 Block 2: Workshop 3 / Workshop 4

18:00 Abendessen

19:00 – 20:30 Hybridworkshop

21:00 Uhr Aufführung (NN)

22:00 Party

Sonntag, 21.11.2021

ParksiteStudios Offenbach
Friedhofstraße 59, 63065 Offenbach am Main

9:30 hybrides Warm-Up

10:30 – 13:30 Block 3: Workshop 1 / Workshop 2

13:30 Imbiss

13:45 Live-Schaltung zu den anderen Tagungsstandorten

15:00 Uhr Mitgliederversammlung des Landesverbandes Theaterpädagogik Hessen

Workshops

Workshop 1: Audiodramen

Die meisten von uns sind damit aufgewachsen: Hörspiele. Als theatrale Form wird es zwar kaum wahrgenommen, bietet aber gerade im Angesicht von Corona-Maßnahmen Möglichkeiten kreativ und performativ tätig zu werden. Die Stimme der/s Schauspieler*in wird inszeniert, eine Geräuschkulisse gebaut und mit Musik unterstützt. Im Rahmen des Workshops beschäftigen wir uns mit den Besonderheiten, die das Audiodrama von Theater auf der Bühne oder dem Film unterscheiden, lernen auf verschiedenen Wegen zu Material sowie einem Stück zu kommen, und dieses auf mehrere Arten zum Leben zu erwecken. Dafür gibt es sowohl eine Einführung in die digitale Tonbearbeitung, als auch Ideen für eine Umsetzung als Live-Performance.
Fabian Guillery (Theaterpädagoge BuT, Regisseur) kann auf über zehn Jahren Theatererfahrung an verschiedenen Häusern in Deutschland zurückblicken (Privatbühne, Landestheater, Drei-Sparten-Haus, Einzel- und Festival-produktion), davon drei Jahre im Kinder- und Jugendtheater des Landestheaters Tübingen, wo er auch erfolgreich Stücke inszenierte. Er arbeitet zur Zeit im Raum Frankfurt am Main und Marburg als Theaterpädagoge, wo er Workshops gibt und Theatergruppen leitet.

Workshop 2: Fümms bö wö tää zää Uu – Vom vergnüglichen Spiel mit Sprache, Silben, Lauten

Kinder machen es permanent: Sie spielen mit der Sprache – zerpflücken und rhythmisieren sie, lösen die Laute von ihrem Inhalt, haben Spaß an Verdrehungen und Wiederholungen. Warum haben wir uns diesen Spaß irgendwann verkniffen (zumindest in der Öffentlichkeit)? In diesem Workshop geht es um Anarchie durch Dekonstruktion, um das Erkunden des Klangs, um alberne Spiele und das Finden neuer Strukturen. Darüber hinaus soll ein Blick auf Sprachspieler*innen verschiedener Zeiten und Kontinente geworfen werden.
Judith Senger

Workshop 3: Deutsche Sprache über alles? So what!

Deutschlernen ist schwer – viele Menschen in Integrationskursen und Intensivklassen können davon ein Lied singen. Kommunizieren in der Pandemie – auch nicht immer einfach. Machen wir doch einfach sozusagen symbolisch unser Mikro an und suchen im Theater eine universelle Sprache, neue Kommunikationsformen jenseits von perfekter Grammatik und wackliger Technik, mit Händen und Füßen, Bauch und Kopf, vielleicht auch mit einem Lied und /oder Rhythmus. Basierend auf Methoden aus dem Programm „Spielend Deutsch lernen“ und deren Weiterentwicklung wollen wir versuchen in diesem Workshop zueinander zu kommen.
Katharina Fertsch-Röver; Pantomime und Theaterpädagogin. Dozentin an der Fachhochschule Frankfurt im Bereich Ästhetik und Kommunikation, seit 1991 Mitarbeiterin des Schultheaterstudios Frankfurt/M, dort theaterpädagogische Leitung und Projektleitung für „Trau Dich!“, „Spielend Deutsch lernen“ und „Träume schaffen Räume“, Fachberaterin im Projekt „DeutschSommer“.

Workshop 4: Körper, Stimme – Kommunikation

Alltägliches Werkzeug, Erweiterung des Körpers in den Raum, quantifizierbares Naturphänomen – und zugleich höchstpersönliche, geheimnisvolle und individuelle Schaltstelle im Körper: Wir kennen unsere Stimme genau, und verlieren sie zuweilen. Wie wird meine Stimme durch unterschiedliche Kontexte beeinflusst? Wie kommt es dazu, dass sie sich zuweilen meiner Kontrolle entzieht? Und woher kommt in bestimmten Phasen das Gefühl bei vielen Menschen, zwar zu reden, aber irgendwie nicht mit der eigenen Stimme zu sprechen? Wir gehen spielerisch mit theatralen wie alltäglichen Situationen um, und decken dabei Möglichkeiten auf, den Einsatz und die Wirkung der eigenen Stimme nachhaltig weiter zu entwickeln.
Tobias Varennes verbindet die theaterpädagogische Praxis mit Prinzipien der Physiologie und des Körpertrainings. Weitere Spezialisierungen: Europäische Literatur, Sprachwissenschaften, Bildende Kunst und Kunstgeschichte, Politikwissenschaften, Neue Medien, Film, Interkultur.“

Anmeldung

Die Anmeldung zur Tagung läuft über den Bundesverband Theaterpädagogik:

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